Munkmarsch, Sylt – November 2016 – Travel

Ein Wochenende auf Sylt im Fährhaus Munkmarsch

Wie ihr vielleicht auf Instagram gesehen habt und immer noch sehen könnt, war ich letztes Wochenende auf Sylt. Genauer gesagt im Hotel Fährhaus Munkmarsch. Gelegen ist das fünf Sterne Hotel auf der Wattseite der Insel, ganz abgelegen und direkt am Meer. Ich war zusammen mit meinem Freund und meinen Eltern da, weil mein Papa dort seinen Geburtstag gefeiert hat. Bei unserem Aufenthalt haben wir ein Superior Doppelzimmer bewohnt- ein Eckzimmer mit wunderschönem Blick auf das Wattenmeer. Natürlich haben wir uns nicht wirklich viel in dem Zimmer aufgehalten, aber wunderschön war es dennoch. Riesig groß noch dazu. Es gab eine gemütliche Sitzecke und einen kleinen Sekretär. Das coolste waren die elektrisch verstellbaren Komfortbetten und die Minibar, sowie die Nespressomaschine. Das Beste daran war, dass alle Softdrinks aus der Minibar, sowie Bier kostenlos waren. Außerdem stand einem eine Nespressomaschine zur freien Verfügung. Das unterstreicht einmal mehr, wie gut der Service war. Alle Mitarbeiter waren extrem freundlich und hilfsbereit und man hat sich überall gut aufgehoben gefühlt.

Leider sind wir Freitag erst gegen 21.00 Uhr auf Westerland angekommen. Als wir um zwanzig vor vier am Bahnhof Altona ankamen stand auf der Anzeige, dass unser Zug ausfällt. Etwas verdutzt fragten wir im Reiseinformationszentrum nach, was da los sei. Dort erhielten wir die Auskunft, dass alle Züge der Nord- Ostsee- Bahn bis auf weiteres gestrichen wurden. Einen Ersatzfahrplan gäbe es wohl auch noch nicht. Dementsprechend mussten wir erst nach Itzehoe fahren. Dort sollten wir in einen Anschlusszug steigen, der uns dann nach Westerland bringen sollte. Damit fing das Drama erst an. Im Zug nach Itzehoe saßen wir erst einmal im falschen Zugteil und mussten zwischendurch nochmal schnell aussteigen und ganz vorne wieder einsteigen. In Itzehoe angekommen sollte der Anschlusszug innerhalb der nächsten zwanzig Minuten eintreffen. Nach einer Stunde war immer noch keiner da und inzwischen waren wir halb auf dem Bahnsteig erfroren. Zwischenzeitig stand dann auch da, dass der Zug ausfällt. Als er dann endlich ankam und alle erleichtert drinnen saßen, stand dann plötzlich auf der Anzeige, dass der Zug nicht nach Westerland, sondern nach Dresden fährt. Also haben alle ihre Sachen wieder zusammengeräumt und sich wieder zum Ausstieg bereit gemacht. Dann stand wieder Westerland dran und so ging das noch ein paar Mal hin und her. Bis eine Frau schließlich einen Bahnmitarbeiter auf dem Bahnsteig erspähte und ihm hinterherlief um zu fragen, was denn nun der Stand der Dinge ist. Man muss sich mal vorstellen, dass während der gesamten Zugfahrt nicht einmal eine Ansage oder Durchsage gekommen ist. Man wurde einfach doof stehen gelassen. Naja, Schwamm drüber. Um neun kamen wir dann also endlich in Westerland an und wurden von meinen Eltern abgeholt und in’s Hotel gefahren. In dem Moment haben wir uns geschworen, das nächste Mal definitiv auch mit dem Auto zu fahren. Im Hotel angekommen gab es zum Glück noch eine Kleinigkeit für uns zu essen, da wir nach der Tortur auch ziemlich ausgehungert waren.

Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück (es gab ein vielfältiges und reichhaltiges Buffet) ging es dann erst einmal raus. Schließlich hatten wir unseren Hund auch dabei. Also sind wir erst durch die Braderuper Heide und später am Strand entlang bis nach Westerland gelaufen. Dort angekommen musste ich mir erst einmal ein Paar frische Socken kaufen, da eine Welle leider in meine Schuhe geschwappt ist. Nachdem das erledigt war, sind wir im Hotel Stadt Hamburg Mittag essen gegangen. Das war wie immer total lecker! Normalerweise wohnen wir nämlich immer dort, wenn wir auf Sylt sind. Dieses Mal wollten meine Eltern allerdings mal etwas Neues ausprobieren und wir waren nicht enttäuscht. Auch wenn das Fährhaus etwas abseits liegt, ist es für ein entspanntes Wochenende genau das Richtige. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist oder gut zu Fuß kommt man sowieso überall hin. So konnten wir Samstag Abend auch noch schön ins Kino in Westerland gehen.

Sonntag war ja leider schon unser letzter Tag. Dieses Mal sind wir in die andere Richtung losmarschiert Richtung Keitum. Dort angekommen sind wir etwas durch den Ort geschlendert. Leider war ja Sonntag und dementsprechend alle Geschäfte geschlossen. Trotz alledem haben wir in der Kleinen Teestube einen leckeren Kakao mit Sahne und Blaubeerpfannkuchen genossen. Beides war wirklich göttlich und nach so einem Marsch genau das Richtige! Die Stube ist zudem richtig urig und gemütlich eingerichtet und wir konnten froh sein, dass wir noch einen Platz ergattert haben. Dann sind wir wieder zurück gelaufen und hatten sogar noch Zeit, eine Runde in die Sauna zu gehen. Das SPA hatten wir am Tag davor natürlich auch schon ausgiebig genutzt und es ist genauso schön wie der Rest des Hotels. Es gibt ein Dampfbad, sowie eine Bio- und eine finnische Sauna und außer einem Pool noch vieles mehr. Alles konnte ich aber natürlich nicht nutzen. Außerdem gibt es einen wundervollen Ruheraum mit beheizten Steinliegen, die für Erholung zwischen den Saunagängen sorgen. Nach dieser letzten Auszeit fuhren wir dann nach Westerland, wo wir am Bahnhof noch eine Kleinigkeit gegessen haben, bevor es dann mit dem Zug weiter nach Hause ging. Dieses Mal hat zum Glück auch alles reibungslos geklappt. In Hamburg Altona angekommen haben wir uns noch ein Bierchen gekauft und den Rest des Abends auf dem Sofa ausklingen lassen. Insgesamt außer ein paar Turbulenzen also ein rundum gelungenes und schönes Wochenende.