St. Peter-Ording – April – Travel

Ein Wochenende in St. Peter-Ording

Das Gute daran in  Hamburg zu wohnen, ist die Nähe zur See. Leider nutzt man diese Gelegenheit dann doch viel zu selten. So war ich umso glücklicher, dass ich vor zwei Wochen die Gelegenheit dazu hatte, ein langes Wochenende dort im Hotel Kubatzki zu verbringen. Leider war das Wetter nicht so gut, aber wir haben die Zeit trotzdem in vollen Zügen genutzt und hatten eine tolle Zeit. Jetzt fragt ihr euch sicher, mit wem ich dort war und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Es war meine liebe Mami. Sie ist schon ein paar Tage vor mir angereist mit unseren zwei Pferden und ich bin aufgrund von Uni und Arbeit am Donnerstag Abend nachgekommen. So blieben uns trotzdem knapp drei wundervolle und aufregende Tage. Wie ihr euch denken könnt, sind wir viel ausgeritten und haben gleichzeitig noch an einem Yogaseminar teilgenommen, welches in dem Hotel angeboten wurde. Da das Seminar vier Stunden pro Tag beinhaltete (jeweils zwei Stunden vor- und zwei nachmittags) haben wir uns mit der Teilnahme abgewechselt. So konnte jede von uns an dieser tollen Erfahrung teilnehmen und gleichzeitig hatten wir noch genügend Zeit und Kraft, uns anderen Dingen zu widmen.

Nachdem ich am Donnerstag angekommen war, haben wir nur noch schnell im Hotel was gegessen und sind dann ins Bett gegangen. Morgens und abends gab es immer Buffet. Grundsätzlich ist das Hotel sehr darauf bedacht, nichts zu verschwenden. Das Motto lautet Genuss statt Überfluss. Es geht darum, in Einklang mit der Natur und ihren Ressourcen zu urlauben und sich wie zu Hause zu fühlen. Das Buffet wurde also nur bei Bedarf aufgefüllt, sodass nie etwas weggeschmissen werden musste. Meiner Meinung nach ein tolles Konzept! Man hat das Gefühl, als wäre das Hotel recht klein und als würden sich alle immer wieder familiär im Essensraum wieder treffen. Dieser ist mit seinen großen Tischen und einer gläsernen Fensterfront hinaus zum wunderschönen Garten auch ein wirklich toller Ort zum Wohlfühlen. Nur einen kleinen Kritikpunkt gibt es meines Erachtens: der Raum ist zwar sehr schön, aber auch extrem klein. Zu den Stoßzeiten musste man also echt schauen, wo man überhaupt noch einen Platz findet. Das Positive daran ist aber wiederum, dass man nette Gespräche mit neuen Bekanntschaften führen kann. Viele der Personen hatten wir auch während der Yogastunden auf der Matte gesehen und  dementsprechend nett war es, auch außerhalb des Kurses ein paar Worte miteinander zu wechseln und sich etwas näher auszutauschen. Großes Kompliment auch an die Küche. Das Essen war wirklich toll und abwechslungsreich. Ich denke, dass zu jeder Zeit für jeden was Leckeres dabei war.

Nun möchte ich euch noch von den anderen Tagen erzählen. Freitag Morgen bin ich das erste Mal ausgeritten. Allerdings musste man echt immer vorsichtig sein wegen der Gezeiten. Dementsprechend konnten wir Freitag nur einen kurzen Ausritt machen und haben es nicht ganz bis an den Strand geschafft. Obwohl die Pferde ganz erpicht darauf waren, bereits den ersten Pril kühn zu überqueren, fanden wir die Idee nicht ganz so toll und sind wieder umgekehrt. Sicher ist sicher 😉  Der Weg durch die Dünen war aber auch wunderschön. Wieder im Hotel angekommen haben wir uns schnell umgezogen und noch einen Bummel durch Bad gemacht sowie einen stürmischen Spaziergang am Strand. Nachmittags habe ich dann Yoga gemacht und abends haben wir lecker im Hotel gegessen. Am nächsten Morgen ging es direkt in die nächste Yogastunde und ich muss zugeben, dass ich ziemlichen Muskelkater hatte. Reminder an mich: wieder öfter zum Yoga gehen! Eine Zeit lang habe ich jede Woche mit einer Freundin einen Kurs besucht, aber es dann wieder schleifen lassen, als sie längere Zeit im Urlaub war. Jetzt bin ich wieder motiviert, loszulegen 🙂 Nachdem wir mittags noch einen Abstecher in ein tolles Café in Dorf gemacht haben und dort ein Stück Friesentorte verspeist haben, ging es nachmittags wieder auf’s Pferd und dieses Mal richtig an den Strand. Für jeden Pferdeliebhaber ist das wirklich der absolute Traum. À propos Traum: diese Friesentorte ist ein absolutes Muss, wenn man in Sankt Peter-Ording Halt macht. Zwar extrem mächtig und sättigend, aber auch super lecker. Am Liebsten wäre ich dort jeden Tag eingekehrt, aber um ehrlich zu sein hat dieses eine Stück Friesentorte für alle drei Tage vorgesorgt und allein beim Gedanken daran hätte ich beim besten Willen kein zweites Stück mehr verdrücken können. Auch nicht zwei Tage später 😛 Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntag und einem letzten Ausritt am Strand bei bestem Wetter haben wir zum Abschluss statt Torte dann noch einen leckeren Eisbecher verdrückt. Auch nicht schlecht oder?