Lissabon – Juli – Travel

Kreuzfahrt (Part 1): Lissabon

Wie ihr vielleicht auf Instagram mitverfolgt habt, war ich vom 16. Juli bis zum 02. August im Urlaub mit meinen Eltern und meinem Freund. Wir waren zuerst gut zwei Tage in Lissabon, bevor es am 19. Juli dann an Bord der MS Europa 2 ging. Mehr dazu könnt ihr dann im zweiten Teil lesen. In Lissabon haben wir im Hotel Palacete Chafariz d’el Rei gewohnt. Ein wunderschöner, kleiner Palast in einer versteckten Gasse im Stadtteil Alfama. In diesem Hotel fühlt man sich wie zu Hause. Es gibt lediglich sechs Suiten und zu unserer Zeit waren nur wenig andere Gäste da, sodass wir uns in dem schönen Frühstücksraum wahrlich wie Könige gefühlt haben. Das ganze Gebäude wurde sowohl von innen als auch von außen über drei Jahre hinweg aufwendig restauriert, sodass der neo-maurische Stil wundervoll zur Geltung kommt. Ein wahres Schmuckstück! Oben sehr ihr ein Bild von außen und unten von unserer Suite Sonya Unique.

Am Ankunftstag haben wir einen Spaziergang durch Alfama gemacht und zu Abend gegessen in der Nähe unseres Hotels, in einem netten Tapas-Lokal auf einem kleinen Platz. Zum Glück waren wir noch früh dran mit dem Abend essen, denn kaum dass wir saßen bildeten sich schon Schlangen, die darauf warteten, ebenfalls einen Platz zu ergattern. Für die zwei weiteren vollen Tage in Lissabon hatte mein Vater jeweils geführte Touren organisiert, sodass wir am meisten von dem kurzen Aufenthalt profitieren konnten.
Die erste geführte Tour ging an Sintra vorbei rauf in den Sommerpalast der Könige, den Palacio da Pena. Dieser ist auf einem Berg gelegen und von einem Park umgeben. Diesen schönen Parque da Pena sind wir nach Besichtigung des Schlosses runtergelaufen und man kam sich ein bisschen vor wie im tropischen Regenwald.

Nach kurzer Fahrt haben wir anschließend Halt im Ort Sintra gemacht. Ein hübscher Ort, der aber leider von schieren Unmengen an Touristen überflutet ist. Trotzdem absolut sehenswert und es gibt dort viele  Bäckereien mit leckeren Gebäckspezialitäten. Genau in einer dieser Bäckereien haben wir erst einmal ausgiebig geschlemmt: nach unzähligen Pasteis de Nata und anderen brasilianischen Gebäckspezialitäten sind wir dann weiter durch die Serra de Sintra gefahren und schließlich am westlichsten Punkt des europäischen Festlands, der Cabo da Roca (Steilküste mit Leuchtturm) angelangt. Danach sind wir weiter Richtung Süden gefahren mit kurzem Foto-Stopp in der Höllenschlucht, bevor wir im malerischen Fischerort Cascais angekommen sind. Dort ging es mit Süßkram gleich weiter und ich erinnere mich an eine der besten Eisdielen des Urlaubs. Zu Eis kann man im Sommerurlaub ja generell nicht Nein sagen. Ich zumindest nicht 😛 Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel sind wir kurz nach Cascais noch im Nachbarort Estoril vorbeigekommen, wo uns der Fahrer das dortige Casino gezeigt hat, in dem früher die britischen Agenten gewohnt haben. In Anlehnung an die Beherbergung dieser Agenten ist angeblich der James Bond Film Casino Royal entstanden. Wieder was gelernt 😉

Bei der zweiten geführten Tour haben wir zuerst den Tejo gequert und sind in einen Ort südlich von Lissabon gefahren, Almada, wo wir uns die Christus-Statue Cristo Rei angesehen haben. Sie stellt Christus mit geöffenten Armen dar, der sich der Brücke des 25. April (die übrigens aussieht wie eine Miniatur-Version der Golden Gate Bridge in San Francisco) und der Stadt Lissabon zuwendet. Wir haben es tatsächlich gewagt und sind hochgefahren- und das trotz meiner Höhenangst und obwohl es extrem windig war. Zum Glück gibt es einen Fahrstuhl, der den 75 Meter hohen Sockel hinauffährt, auf dessen Anhöhe sich die Aussichtsplattform befindet, von der man einen tollen Blick auf den Tejo und natürlich Lissabon am anderen Ufer hat. Auf der Plattform kann man dann auch  zur beachtlichen Statue hinaufblicken und das ist wahrlich beeindruckend. Leider war das Wetter nicht so prickelnd, weswegen die Bilder jetzt nicht so schön geworden sind, aber immerhin bekommt ihr so einen Eindruck.

Danach sind wir nach Lissabon zurückgekehrt mit Besuch im Stadtteil Estrella. Dort haben wir eine Kirche, den gegenüber liegenden botanischen Garten sowie einen Friedhof besichtigt. Danach sind wir dann zu einer Markthalle gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Nach dieser Stärkung ging es weiter in den Stadtteil Belem mit der Klosterkirche des Hieronimus-Klosters, dem Torre de Belem (Turm), dem Seefahrerdenkmal und dem neueren Denkmal für die gefallenen Soldaten der Kolonialkriege.

 

 

Im Anschluss haben wir uns im Alleingang noch das Viertel Baixa angeschaut. Dabei handelt es sich um die Unterstadt von Lissabon mit einem geometrischen Straßennetz und einem neo-gotischen Fahrstuhl, der in die Oberstadt Bairro Alto führt. Dort sind wir allerdings zu Fuss hinaufgegangen und haben auf dem Weg noch ein Eis gegessen, bevor wir zum Abendessen dann durch die halbe Stadt durch unzählige Viertel zu einem indischen Restaurant gelaufen sind, das wir vorher im Internet rausgesucht hatten.

Am nächsten Tag hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von Lissabon. Allerdings erst nachmittags, sodass wir noch genug Zeit hatten, die Stadt selbst noch ein bisschen zu erkunden. So brachen wir nach dem Frühstück gemütlich auf, um noch das Viertel Almada rund um das Hotel zu erkunden. Zudem wollten wir schon einmal schauen, wo das Schiff angelegt hat, damit wir rechtzeitig den Weg dorthin in Angriff nehmen konnten. Um 16 Uhr ging es dann an Bord und wir haben nach Bestaunen des Inneren des Schiffes und nach Bezug der Kabinen noch im französischen Restaurant an Bord gegessen. Um 23 Uhr sind wir dann aus dem Hafen ausgelaufen und haben uns auf den Weg gen Lanzarote gemacht. Den Auslauf und die hell erleuchtete Stadt haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und es war wirklich schön. Wie es uns auf dem Schiff ergangen ist, könnt ihr hoffentlich bald Part 2 entnehmen.